Adnovum Blog

Dank starkem IT-Background versteht Tanja als Projektleiterin stets, was den Kunden bewegt

Geschrieben von Claudia Meile | 16.09.2026, 09:57:05

Liebe Tanja,

Du kennst viele Rollen in deinem Leben: jene als externe Mitarbeiterin und Festangestellte sowie als Ingenieurin und Projektleiterin bei Adnovum, ebenso jene als Mama in deinem Privatleben. Erzähl uns mehr! Beginnen wir mit der Arbeit:

In welcher Funktion und zu wie viel Prozent arbeitest du aktuell bei Adnovum?

Ich bin Project Manager sowie Team Lead für Software Engineers und arbeite 80%. Aufgrund meines technischen Hintergrunds bin ich aber sehr hands-on unterwegs und decke deutlich mehr als nur klassischen Projektmanagement-Aufgaben ab.

Seit wann bist du bei Adnovum? Erzähl uns von deinem Weg hierher.

Offiziell bin ich seit neun Jahren bei Adnovum. Zählt man meine Zeit als externe Mitarbeiterin dazu, sind es bereits zehn Jahre. Mein Ursprung liegt in der Softwareentwicklung – ich habe als Software Engineer gestartet und später ins Projektmanagement gewechselt. Schon als Entwicklerin hatte ich viele administrative Aufgaben und war Multitasking unterwegs, sodass der Übergang relativ natürlich war. Heute mache ich im Grunde wieder vieles gleichzeitig. 

Welches sind deine wichtigsten Aufgaben?  

Neben administrativen Projektleiter-Aufgaben mache ich auch Requirements Engineering, oft direkt mit den Kunden. Ich führe zudem Code Reviews durch, unterstütze beim Testing und bespreche mit den Kunden, wie Produkte und Projekte verbessert und neue Releases eingeführt werden können.

Durch meinen IT-Background tauche ich bewusst tief in technische Themen ein – dort fühle ich mich wohl und kann Projekte wirklich verstehen. Das hilft mir auch im Austausch mit meinem Team und den Kunden.

Du bist alleinerziehend. Wie sieht ein normaler Arbeitstag bei dir aus? 

Zum Glück ist nicht jeder Tag gleich. Morgens bereite ich meine Tochter für die Schule vor, danach arbeite ich je nach Tag im Büro oder zuhause. Ich starte ruhig mit einem Tee und verschaffe mir zuerst einen Überblick über E-Mails und Meetings. Die Ruhe wird indes manchmal durch die dringend zu erledigenden Anfragen schnell beendet.

An Bürotagen fahre ich mit dem Auto ins Geschäft. Dienstagnachmittags bin ich immer beim Kunden vor Ort.

Wie gut gelingt es dir, Arbeit und Privatleben zu vereinbaren?

Es funktioniert gut, weil ich meine Zeit bewusst einteile. Je nach Tag bin ich ab 18:00 oder 19:00 Uhr ganz Mama. Wenn meine Tochter gegen 21:30 Uhr schläft, kümmere ich mich manchmal noch um private Dinge. Je nachdem, ob ich im Homeoffice oder im Büro bin, kann ich meine Arbeitszeit flexibel gestalten – das ist extrem wertvoll für mich.

Welche Rolle spielt Adnovum dabei?  

Eine sehr grosse. Nach meiner Trennung habe ich Adnovum offen mitgeteilt, dass ich auf flexible Arbeitszeiten angewiesen bin. Das wurde sehr gut aufgenommen. Auch der Kunde war von Anfang an unterstützend. Ohne diese Offenheit und Flexibilität wäre vieles schwieriger gewesen.

An welchen Success Stories warst du bei Adnovum beteiligt? 

Eine besonders prägende Erfahrung war eine technische Reorganisation bei einem grossen Kunden vor rund drei Jahren. 

Wir haben gemeinsam einen klaren Migrationsplan erarbeitet und Schritt für Schritt umgesetzt, nicht nur mit dem Kunden, sondern auch mit weiteren Lieferanten. Das Feedback danach war sehr positiv. Viele sind auf mich zugekommen und haben gesagt, dass wir das Projekt sehr strukturiert und erfolgreich durchgeführt hätten und dass es gut gewesen sei, dass jemand die Verantwortung übernommen und alles koordiniert habe.

Warum hast du dich vor neun Jahren für Adnovum entschieden?  

Ich war ja bereits als externe Mitarbeiterin für Adnovum tätig und habe dadurch einen guten Einblick in das Unternehmen bekommen. Die Kultur und die Leute sagten mir sehr zu. Bei meinem vorherigen Arbeitgeber war ich 13 Jahre. Und als Adnovum mich aktiv ansprach, sah ich weiteres Entwicklungspotenzial für mich. Ich durchlief den Interviewprozess und da man mich bereits kannte, wurde der Arbeitsvertrag anschliessend schnell unterschrieben.

Was schätzt du an Adnovum am meisten? 

Ganz klar die Flexibilität und die Gestaltungsfreiheit. Solange die Dinge laufen, legt dir niemand Steine in den Weg – man darf Verantwortung übernehmen und einfach machen. Auch das Vertrauen und das Arbeitsklima schätze ich sehr. 

Was gibt dir das Gefühl, ein Teil von Adnovum zu sein?

Die offene Kultur. Man kann wirklich jede Person ansprechen – unabhängig vom Level. Wenn man ein Problem hat, findet man Unterstützung. Die Open-Door Policy wird bei Adnovum gelebt.

Wie hat sich die Arbeitswelt hinsichtlich Gleichstellung verändert? 

Frauen erfahren heute deutlich mehr Akzeptanz und Anerkennung als früher. Dennoch sind sie in einigen Bereichen noch nicht überall selbstverständlich vertreten.

Meine persönliche Erfahrung bei Adnovum ist jedoch sehr positiv: Hier spielt es keine Rolle, ob man Frau oder Mann ist. Alle werden gleich behandelt.

Hattest du in deiner Karriere schon mal mit Widerstand zu kämpfen?

Ja, bei einer früheren Firma. Als junge Frau direkt nach dem Studium wurde ich trotz fachlich richtiger Beiträge von der Kundenseite oft nicht ernst genommen. Erst als ich zeigen konnte, was ich kann, änderte sich das.

Wie sieht die Vielfalt für dich bei Adnovum aus?

In meiner Funktion als Projektleiterin habe ich sechs unterschiedliche Projekte. Bei einigen bin ich bei allen Instanzen tief und technisch involviert, bei einigen habe ich eine rein administrative Funktion. Meine Teams sind vielfältig zusammengestellt: Ich habe Entwicklerinnen und Entwickler in Zürich, Bern, Budapest und Ho Chi Minh City. Sie unterscheiden sich in ihrer Sprache und ihrem kulturellen Hintergrund. Für einen Kunden mit drei Projekten habe ich ein Team mit zwei Software Engineers, für ein anderes Projekt teile ich Software Engineers mit weiteren Projekten. Dabei sind Seniorities von Junior bis Expert vertreten.

Hast du Vorbilder oder Menschen, die dich inspirieren?

Für mich sind alle Frauen Vorbilder – unabhängig von ihrer Rolle. Ob nur Mutter oder in einer Führungsposition: Frauen leisten enorm viel und müssen sich ständig mit Erwartungen und Klischees auseinandersetzen oder rechtfertigen.

Was können Frauen deiner Meinung nach besonders gut?

Frauen bringen oft eine grosse Empathie mit und können zwischen den Zeilen lesen. Sie nehmen nicht nur wahr, was jemand sagt, sondern auch, wie sie/er es sagt, sodass sie Stimmungen, Bedürfnisse oder Unsicherheiten früh erkennen.

 

Danke, Tanja, dass du uns in deine Welt mitgenommen hast.

 

In eigener Sache

Seit 2022 haben wir im Rahmen dieser Blogreihe interessante und inspirierende Frauen bei Adnovum vorgestellt. 2027 werden wir mit einem neuen Gefäss starten und verabschieden uns deshalb heute von diesem Format. Herzlichen Dank an alle, die mitgewirkt haben – insbesondere an Camille Miller, Andrea Duttwiler,  Andreas Grimm und Linda Szabo für ihr grosses Engagement bei der Content Creation.

Elisabeth Schulz und Claudia Meile