Du bist als UX-Designerin für die beiden Adnovum-Einheiten Financial Services und Growth Markets tätig. Dein beruflicher Weg ist alles andere als linear verlaufen. Er war unter anderem geprägt von der Überzeugung, dass man etwas ausprobieren muss um herauszufinden, wie es wirklich ist. Das gilt auch für deine Zeit bei Adnovum.
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Ich kam im März 2021 zu Adnovum. Mein beruflicher Hintergrund war seit jeher Design. Doch wie viele andere hatte auch ich während Covid meine Stelle verloren. Als sich die Chance als Software-Testerin bei Adnovum bot, habe ich sie gepackt.
Schliesslich brachte ein Besuch im Büro in Zürich eine unerwartete Wende. Yael, meine damalige Projektleiterin und jemand, der einen grossen Einfluss auf meine Karriere haben sollte, führte mich herum und wir trafen Anneline Cachat, eine UX-Designerin. Als ich beiläufig meinen Design-Hintergrund erwähnte, reagierte Yael sofort: «Möchtest du nicht UX-Designerin werden?»
Von diesem Moment an kam der Ball ins Rollen. Yael öffnete die richtigen Türen und plötzlich fühlte sich die Chance sehr real an. Ich begann mich weiterzubilden und wechselte Schritt für Schritt vom Testing zu UX.
Was gefällt dir an deiner Arbeit bei Adnovum am besten?
Als UX-Designerin arbeite ich praxisorientiert, dynamisch und eng mit anderen zusammen. Ich schätze die Arbeit in internationalen Teams, die aus Architekten, Front-End- und Back-End-Entwicklern, Testern, Business-Analysten und natürlich Kunden bestehen. Als UX-Designerin helfe ich meinen Kunden herauszufinden, was sie wirklich brauchen.
Wie sieht es mit der Vielfalt in deinem Team aus?
Die Teams, denen ich angehöre, sind in Bezug auf Hintergrund, Alter und Nationalität sehr unterschiedlich. Hier in Portugal arbeite ich mit Kollegen von unseren Standorten in Ungarn, der Schweiz und Portugal zusammen. Natürlich kann es Konflikte geben, aber ich hatte immer das Gefühl, dass unser Team sie gut meistert. Persönlich nehme ich auch keine Vorurteile wahr – weder als Frau noch wegen des Alters, der Religion oder des kulturellen Hintergrunds. Ich fühle mich immer verstanden.
Wie hat sich die Arbeitswelt in Bezug auf die Gleichstellung bei Adnovum verändert, seit du hier bist?
Es sind jetzt mehr Frauen an dem Projekt beteiligt. Es kann sogar vorkommen, dass nur Frauen an einer Sitzung teilnehmen, z.B. Testerinnen, Business-Analystinnen und UX-Designerinnen. Diese Treffen sind wichtig, da dabei weitreichende Entscheidungen getroffen werden. Bei den Software-Entwicklern sind die Frauen zu meiner Freude im Büro in Lissabon inzwischen stärker vertreten. Als ich anfing, gab es nur eine, jetzt sind es vier.
Insgesamt ist unser Frauenteam von fünf im Jahr 2021 auf heute 12 Personen angewachsen. Das ist ein sehr positives Zeichen, auch wenn wir nach wie vor eine kleine Gruppe sind.
Was schätzt du an Adnovum als Unternehmen am meisten?
Die Flexibilität, die Adnovum bietet. Sie gibt mir die Freiheit, mein Berufs- und mein Privatleben in Einklang zu bringen. Meine Tage sind ausgefüllt: Ich fange früh an, habe eine anspruchsvolle Funktion, kümmere mich um meine vier Haustiere und lerne am Abend, da ich ein Aufbaustudium in UX absolviere. Es ist grossartig, dass ich meinen Zeitplan flexibel gestalten kann.
Darüber hinaus schätze ich das hybride Arbeitsmodell. Einerseits kann ich von zuhause aus arbeiten, wo ich produktiver und konzentrierter bin und weniger Pausen mache. Andererseits geniesse ich auch unsere Projekttage im Büro, an denen wir gemeinsam zu Mittag essen und etwas unternehmen.
Die Flexibilität, die Adnovum bietet, hat es mir sogar ermöglicht, von Städten wie Paris, Rom und Budapest aus zu arbeiten – das war eine wirklich bereichernde Erfahrung.
Wir sind der Ansicht, dass bei Adnovum jeder erfolgreich sein kann und die notwendige Unterstützung erhält. Kannst du uns ein Beispiel nennen, wann du dich von Adnovum auf deinem Karriereweg unterstützt gefühlt hast?
Als ich mein Interesse an einer Weiterbildung wie einem Zertifikat oder einem Nachdiplom-Studium bekundete, erhielt ich sofort Unterstützung. Mein Teamleiter Paulo förderte meine Entwicklung, erlaubte mir, während der Arbeitszeit Kurse zu besuchen, und unterstützt mich auch weiterhin bei meinem Aufbaustudium in Web UX/UI.
Was macht die Kultur von Adnovum in deinen Augen besonders?
Innerhalb des UX-Teams helfen sich alle gegenseitig. Mein Teamkollege Patrick hat mich von Anfang an sehr unterstützt. Wenn ich Entwürfe vorlegte, hat er mir nie seine Ideen aufgedrängt. Stattdessen hat er mir viel beigebracht. Unter seiner Anleitung konnte ich meine Ideen verfeinern und anpassen.
Was können Frauen bei der Arbeit besser als Männer? Und gibt es etwas, das Männer besser können als Frauen?
Männer konzentrieren sich auf das Machbare, sind bodenständig und berücksichtigen auch die Nachteile. Frauen wiederum sehen das grosse Ganze, sind kreativ und wollen Neues ausprobieren. Werden diese Eigenschaften kombiniert, entsteht ein starkes, ausgewogenes Team.
Wer sind deine Vorbilder und wie haben sie dich geprägt?
Beruflich: Yael. Ohne sie wäre ich nie UX-Designerin geworden. Sie war meine Projektleiterin. Sie geht über sich hinaus, treibt die Dinge voran und ist die beste Vorgesetzte, die ich je hatte.
Persönlich: Meine Mutter. Sie starb an Brustkrebs, als ich 12 Jahre alt war. Meine Mutter war Lehrerin an einer Mittelschule und hatte einen grossen Einfluss auf das Leben ihrer Schüler, insbesondere jener, die in Schwierigkeiten gerieten. Beispielsweise unterstützte sie eine schwangere Studentin, die von zuhause keine Hilfe bekam. Sie sprang ein, als es sonst niemand tat. Ich bin stolz darauf, dass ich ihre Gene habe, und denke, dass ich ihren Instinkt, anderen zu helfen, geerbt habe.
Welchen Rat würdest du weiblichen Kollegen geben?
Seid furchtlos. Die Welt ist zwar noch nicht überall bereit für Frauen. Doch gebt euch nie mit weniger zufrieden, als ihr verdient.
Danke, Rafaela, für das offene und inspirierende Gespräch.