2023 hast du als Innovationsverantwortliche in der Market Unit «Insurance» bei Adnovum angefangen und später in derselben Funktion zu «Financial Services» gewechselt. Seit einigen Monaten bist du nun in der Business Unit «Solutions» verantwortlich für die Ermittlung und Entwicklung neuer «Recurring Revenue»-Themen.
Wie muss man sich den Job eines «Head of Recurring Revenue Ventures» vorstellen?
Unser Ziel ist es, skalierbare Lösungen für unsere Kunden zu entwickeln. Bei einer SaaS- oder Managed-Service-Lösung sind unsere Kunden immer auf dem neusten Stand, flexibel und können ihre Ausgaben vorausschauend planen. Adnovum ihrerseits generiert wiederkehrende Umsätze. Zudem entwickeln wir neue Geschäftsmodelle. Das mache ich nicht alleine, sondern in interdisziplinären Teams. Wir stellen jeweils pro Thema bzw. Lösung ein Team mit Experten aus verschiedenen Bereichen und Disziplinen zusammen.
Wie entwickelst du neue Ideen und Lösungen?
Wir starten immer im sogenannten «Problem Space», wo wir versuchen, die Probleme und Herausforderungen unserer Kunden und des Markts zu verstehen. Dabei setzen wir auf einen engen Austausch mit den Kunden und unseren Sales-Verantwortlichen. Sobald wir eine Idee oder den Prototyp einer Lösung haben, testen wir sie bzw. ihn am Markt, um möglichst schnell herauszufinden, ob wir einen Fit haben. Hierbei gilt: fail fast, fail cheap.
Hast du eine Success Story auf die du besonders stolz bist?
Ja, wir haben als Team in relativ kurzer Zeit die Managed Cybersecurity Services auf den Markt gebracht. Damit haben wir gezeigt, dass man ein Produkt mit einem einfachen und schlanken Ansatz schnell erfolgreich entwickeln und lancieren kann.
Was schätzt du an Adnovum?
Ich schätze vor allem die sehr offene und hilfsbereite Kultur.
Bei Adnovum kann man wirklich etwas bewegen. Für meine Funktion als Head of Recurring Revenue Ventures ist das besonders wichtig. Denn häufig starte ich im sprichwörtlichen «luftleeren Raum» und gehe mit meinen Projekten neue Wege. Das ist im Engineering-Umfeld eher ungewöhnlich. Nichtsdestotrotz erhalte ich viel Unterstützung und die nötigen Ressourcen.
Was macht Adnovum aus deiner Sicht zu einem modernen und vielseitigen Unternehmen?
Ganz klar das flexible Arbeitszeitmodell! Ich arbeite 100% und bestreite privat internationale Wettkämpfe im Endurance-Reiten. Dies sind Rennen über Distanzen von 100 km oder mehr. Die langen Trainingseinheiten sowie Wettkampftage bedeuten einen hohen Zeitaufwand, der nur dank dieser Flexibilität zu bewältigen ist.
Auch das internationale Umfeld macht Adnovum zu einem attraktiven Unternehmen. Ich arbeite mit Kolleginnen und Kollegen aus verschiedenen Ländern und Kulturen zusammen, die vielfältige Jobprofile aufweisen. Das finde ich sehr spannend, denn diese Vielfalt eröffnet Perspektiven.
Wie hat sich die Arbeitswelt seit deinem Start bei Adnovum in puncto Gleichstellung im Beruf verändert?
Die IT ist nach wie vor eine männerdominierte Branche, auch wenn sich der Anteil der Frauen in den letzten Jahren spürbar erhöht hat. Bei Adnovum habe ich beobachtet, dass insbesondere im mittleren Management mehr Frauen vertreten sind als früher, was eine sehr positive Entwicklung ist. Trotzdem sehe ich noch Potenzial: Gerade im Leadership Team dürfte der Frauenanteil aus meiner Sicht gerne höher sein.
Welche unterschiedlichen Stärken nimmst du im Berufsalltag bei Frauen und Männer wahr?
Frauen zeichnen sich oft durch hohe Empathie und gutes Zuhören aus. Sie nehmen Stimmungsveränderungen und Gestik stärker wahr als Männer. Dafür sind Männer tendenziell risikofreudiger.
Hast du als Frau je Diskriminierung erfahren im Job?
Indirekt, ja. Adnovum allerdings empfinde ich als sehr inklusiv, hier ist das Geschlecht kein Thema. Sollte es mal nötig sein, weiss ich mich aber zu wehren, denn ich bin mit Brüdern aufgewachsen.
Weisst du von Diversity-Projekten, die bei Adnovum laufen?
Ich kenne die «Lean Learning Sessions» zu Themen, welche die Frauen bewegen, sowie das Women Mentoring. Grundsätzlich stehen die zwei Programme allen offen.
Als ich gefragt wurde, ob ich beim Women Mentoring als Mentorin mitmachen möchte, habe ich sofort zugesagt, weil mir dieses Programm sehr am Herzen liegt. Seit 7 Monaten bin ich nun Mentorin einer jungen Arbeitskollegin und freue mich darauf, sie auf ihrem Weg zu unterstützen. Zu Beginn meiner beruflichen Laufbahn hatte ich ebenfalls diese Art von Unterstützung. Der persönliche Austausch und die neuen Perspektiven haben mir damals unglaublich geholfen.
Vielen Dank, Flurina, es war spannend, Adnovum aus deiner Perspektive zu betrachten. Wir wünschen dir weiterhin viele zündende Ideen und persönliche Success Stories.